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Neues und Altes aus der Laimer Geschichte

Ein Stück Heimat kehrt zurück: Der historische Spenderbrunnen sprudelt wieder!

Veröffentlicht am: 14.07.2026 von HVL-Redaktion

Foto: Klaus Biedermann
Foto: Klaus Biedermann, Übergabe des Spenderbrunnens in der Evakuierten-Siedlung "Alte Heimat", Sonderdruck aus dem Beck-Kalender 1963 "München - Stadt der Lebensfreude"

Lange haben wir ihn vermisst, jetzt ist er endlich wieder da: Seit dieser Woche steht der historische Spenderbrunnen der Stiftungssiedlung „Alte Heimat“ wieder an seinem angestammten Platz.

Der Brunnen ist weit mehr als nur ein Wasserspiel – er ist ein historisches Dankeschön an jene großzügigen Spender, die einst den Bau unserer Siedlung überhaupt erst ermöglicht haben.

Ein Meilenstein nach den Bauarbeiten

Im Zuge der umfassenden Instandsetzung und Nachverdichtung der Siedlung musste der Brunnen vorübergehend weichen und verbrachte die Bauzeit sicher eingelagert. Doch das Warten hat ein Ende! Da die Arbeiten im Quartier nun so gut wie abgeschlossen sind, durfte das historische Schmuckstück endlich aus dem „Dornröschenschlaf“ erwachen.

Das Beste daran: Es bleibt nicht beim reinen Anblick. Noch in dieser Woche wird der Brunnen offiziell aktiviert! Pünktlich zu den warmen Tagen dürfen wir uns also wieder auf das vertraute, beruhigende Plätschern im Viertel freuen.

Neuer Lesestoff für die Nachbarschaft: Der neue Bücherschrank ist da!

Als wäre die Rückkehr des Brunnens nicht schon Grund genug zur Freude, gibt es direkt noch ein zweites Highlight für unsere Gemeinschaft: Ab sofort bereichert ein brandneuer Bücherschrank das Quartier! Das Ganze wurde vom engagierten AHA (Alte Heimat Arbeitskreis) ins Leben gerufen und erfolgreich umgesetzt. Einfach vorbeikommen, ein Buch dalassen, ein neues mitnehmen und Schmökerspaß pur genießen.

Schnappen Sie sich ein gutes Buch aus dem neuen Schrank, suchen Sie sich ein gemütliches Plätzchen am frisch reaktivierten Spenderbrunnen und genießen Sie das sanfte Plätschern!

Zur Historie der Stiftungssiedlung "Alte Heimat"

Die Stiftungssiedlung Alte Heimat in München-Laim wurde Anfang der 1960er Jahre erbaut, um nach dem Zweiten Weltkrieg obdachlosen und evakuierten Münchnern neuen Wohnraum zu bieten. Heute präsentiert sie sich nach umfangreichen Instandsetzungs- und Neubauprojekten als modernes und sozial durchmischtes Quartier mit hoher Lebensqualität.

Die Entstehung und Entwicklung der Siedlung:

 

  • Ursprung und Grundsteinlegung (1958–1960):
    Die Idee zur Siedlung ging auf eine 1958 zum Stadtjubiläum gegründete Spendenaktion der Münchner Bürgerschaft zurück. Zweck war es, bedürftigen und im Krieg ausgebombten Münchnern die Rückkehr in ihre Heimatstadt zu ermöglichen. Im Dezember 1959 erfolgte die Grundsteinlegung an der Zschokkestraße.
  • Erste Bauphase und Bezug:
    Die von den Architekten Franz Ruf und Sepp Pogadl entworfenen Gebäude wurden bis 1961 fertiggestellt. Die Anlage umfasste anfänglich über 200 Wohnungen sowie das markante, siebenstöckige Thomas-Wimmer-Haus, das speziell für ältere Menschen konzipiert wurde.
  • Umfassende Modernisierung (2018–2022):
    Die städtische Wohnungsgesellschaft Münchner Wohnen führte in den Folgejahren eine aufwendige Instandsetzung der Bestandsbauten durch. Zusätzlich wurde die Anlage um zahlreiche geförderte Neubauten (mit Kindertagesstätten und Nachbarschaftstreffs) erweitert, um den heutigen Wohnstandards gerecht zu werden.
  • Quartiersplatz, Spenderbrunnen und Bücherschrank
    Mit dem Wiederaufbau und der Übergabe des Spenderbrunnens am Quartiersplatz, wird das Projekt zum Abschluss gebracht. Auch der Bücherschrank, vom AHA initiiert, (LESEN – TAUSCHEN – SPASS HABEN) hat seinen Platz gefunden. Eine Tischtennisplatte und bequeme Sitzplätze machen den Platz zu einer Wohlfühloase.

Georgia Diesener
für den AHA-Alte Heimat Arbeitskreis

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